{"id":1343,"date":"2016-04-21T15:43:42","date_gmt":"2016-04-21T13:43:42","guid":{"rendered":"http:\/\/johannes-schuetzen.de\/?page_id=1343"},"modified":"2021-11-02T17:03:33","modified_gmt":"2021-11-02T16:03:33","slug":"archiv-2011","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/johannes-schuetzen.de\/?page_id=1343","title":{"rendered":"Archiv 2011"},"content":{"rendered":"\n<p>19. August 2011 &#8211; 20:48 Uhr<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Nepomuk: Der doppelte Heilige<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone\"><img  title=\"\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/johannes-schuetzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/WZ-2011-08-19.jpg\"  alt=\"WZ-2011-08-19 Archiv 2011\" \/><figcaption>Der denkmalgesch\u00fctzte Bildstock des Br\u00fcckenheiligen in Cl\u00f6rath. F\u00fcr den WZ-Fotografen hat Harald R\u00fcttgers das Eisengitter vor der Heiligenfigur ge\u00f6ffnet. FOTO: Kurt L\u00fcbke<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Von Kerstin Reemen und Werner Dohmen<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anrather Familie R\u00fcttgers ist mit den beiden Heiligenfiguren besonders eng verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anrath. Im Zusammenhang mit der freudigen Wiederkehr des Heiligen Nepomuk nach Anrath ist ein Name bisher nicht erw\u00e4hnt worden: Der von Jakob R\u00fcttgers. Dabei ist sein Name \u2013 und nach seinem Tod der seines Sohnes Harald \u2013 eng mit dem Heiligen Nepomuk verkn\u00fcpft. Nepomuk \u201ewacht\u201c von ihrem Grundst\u00fcck aus.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Reihe nach: 1968 hat Jakob R\u00fcttgers das Firmengel\u00e4nde an der Viersener Stra\u00dfe 132 gekauft, auf dem die Kapelle des Schutzheiligen steht. 1985 wurde sie zum Denkmal erkl\u00e4rt. In der Mitteilung der Stadt Willich an Jakob R\u00fcttgers \u201e\u00fcber die Eintragung eines Denkmals in die Denkmalliste\u201c, datiert vom 9.8.1985, steht: \u201eBei der Statue in Anrath-Vennheide handelt es sich um eine einfache Bauernarbeit, die nach der \u00dcberlieferung von einem Schlossmacher aus Cl\u00f6rath geschnitzt wurde.\u201c Die Untere Denkmalbeh\u00f6rde stellt samt Aktenzeichen fest: \u201eErhaltung u. Nutzung der Nepomuk-Kapelle liegen aus wissenschaftl. und volkskundlichen Gr\u00fcnden im \u00f6ffentl. Interesse.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>1992 wird der Heilige aus dem Kapellchen gestohlen<\/p>\n\n\n\n<p>1990 bekommt die Nepomuk-Kapelle die Denkmalplakette. Die entsprechende Urkunde, unterzeichnet vom damaligen Ministerpr\u00e4sidenten Johannes Rau, geht an Jakob R\u00fcttgers. Auf ihr steht zu lesen: \u201eIn Anerkennung der Verpflichtung, das Denkmal im Interesse der Allgemeinheit zu erhalten und so zur Bewahrung des kulturellen Erbes in Nordrhein-Westfalen beizutragen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>1992 wird der Heilige Nepomuk aus der Kapelle gestohlen. Jakob R\u00fcttgers stellt eine Anzeige wegen Diebstahls bei der Staatsanwaltschaft. Der T\u00e4ter wird nicht ermittelt, das Verfahren bald eingestellt. 1993 gibt Jakob R\u00fcttgers eine neue Figur in Auftrag. Albert Tschurtschenthaler aus Sexten in S\u00fcdtirol (Italien) fertigt sie an. Ein Anrather Sch\u00fctze hat den Kontakt hergestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Januar 1994 wird die Figur, die der alten Statue so gut wie m\u00f6glich nachgebildet worden ist, geliefert. Bezahlt hat sie Jakob R\u00fcttgers, insgesamt knapp \u00fcber 4000 Mark. Sie wird diebstahlsicher eingebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eF\u00fcr mich ist wichtig, wie wir denkmalrechtlich mit der Figur umgehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sch\u00fctzen regen an, nun auch die Kapelle zu versch\u00f6nern. Sie bekommt ein Kupferdach und ein Kreuz auf der Spitze, das Mauerwerk wird sandgestrahlt. Kosten: 5756 Mark. 2000 Mark gibt die Stadt, den Rest spenden die Sch\u00fctzen, sagt Harald R\u00fcttgers.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Mai 2011 erf\u00e4hrt er aus der Zeitung, dass die alte Nepomuk-Figur wieder aufgefunden und schon wieder in Anrath, genauer gesagt im Haus von Vizeb\u00fcrgermeister Dieter Lambertz, aufbewahrt wird. Harald R\u00fcttgers besucht Nepomuk bei Lambertz, bekommt auch eine Einladung zur Heiligen Messe in St. Johannes.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Familie R\u00fcttgers ist man dennoch irritiert. Denn die \u00dcberlegungen, wo der alte und der nach dem Diebstahl neue Nepomuk k\u00fcnftig zu stehen kommen, vollziehen sich bisher ohne sie. Dabei zahlt Harald R\u00fcttgers seit Jahren \u2013 wie sein Vater zuvor \u2013 f\u00fcr die neu angefertigte Nepomuk-Figur die Versicherung gegen Diebstahl, Sturm, Vandalismus und Feuer. R\u00fcttgers hat sich deshalb an die Denkmalbeh\u00f6rde gewandt.<\/p>\n\n\n\n<p>Stellvertreter ist diebstahlsicher eingebaut<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eigentumsverh\u00e4ltnisse spielen f\u00fcr Linda Zensen, Denkmalsch\u00fctzerin bei der Stadt Willich, keine Rolle. \u201eF\u00fcr mich ist wichtig, wie wir denkmalrechtlich mit der wieder aufgefundenen Figur umgehen\u201c, sagt sie im Gespr\u00e4ch mit der WZ.<\/p>\n\n\n\n<p>Es sei eigentlich klar, dass der Original-Heilige in die gesch\u00fctzte Kapelle geh\u00f6re. Andererseits sei sein Stellvertreter aus S\u00fcdtirol dort so gut eingebaut worden, dass m\u00f6glicherweise bei der Entfernung eine Besch\u00e4digung der Bausubstanz drohe. \u201eAn der Kl\u00e4rung dieser Sache sind wir dran\u201c, sagt Zensen. Auf jeden Fall sei klar, dass \u00fcber den k\u00fcnftigen Standort des Nepomuk die Untere Denkmalbeh\u00f6rde ein gewichtiges Wort mitzusprechen habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: WZ<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>26. Juni 2011 &#8211; 19:37 Uhr<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Kleiner Ort, gro\u00dfe Feier<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone\"><img  title=\"\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/johannes-schuetzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/WZ-2011-06-26.jpg\"  alt=\"WZ-2011-06-26 Archiv 2011\" \/><figcaption>Ehrengast bei der Parade: Ex-Beigeordneter Wilhelm Spee. FOTO: Friedhelm Reimann<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Von Rudolf Barnholt<\/p>\n\n\n\n<p>In Cl\u00f6rath-Vennheide gibt es in diesem Jahr viele \u00c4nderungen, die gut ankommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Cl\u00f6rath-Vennheide. Ein Zelt, eine vom Regen aufgeweichte Wiese, eine Fritten- und W\u00fcrstchenbude, sonst nichts: Das h\u00f6rt sich ziemlich trostlos an, ist es aber nicht, im Gegenteil. In Cl\u00f6rath-Vennheide wird mit befreundeten Sch\u00fctzen ausgelassen Sch\u00fctzenfest gefeiert. Man hat dort zwar nicht das Fest neu erfunden, aber in diesem Jahr gibt es ungew\u00f6hnlich viele \u00c4nderungen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Pr\u00e4sident kommt aus den Reihen der \u201eRoten Husaren\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Marcus Herold erlebt das Sch\u00fctzenfest in Cl\u00f6rath-Vennheide erstmals als Pr\u00e4sident. Der 35-j\u00e4hrige \u201eRote Husar\u201c hat die Nachfolge von Manfred Teckenburg angetreten und kann sich freuen, dass bis jetzt alles glatt \u00fcber die B\u00fchne gegangen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Freitag konnten die Uniformen noch im Schrank bleiben. Bei der Party \u201eCl\u00f6rath brennt\u201c sorgte zum ersten Mal keine Live-Band f\u00fcr Stimmung, sondern DJ Andy von der Skihalle Neuss. Rund 500 Besucher kamen, Andy wurde den Erwartungen mehr als gerecht \u2013 Experiment gegl\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Premiere: Das K\u00f6nigspaar, Paul und Renate Frelich, wird erstmals von einer Ministerin unterst\u00fctzt: Ruth Mertens stammt aus Bayern und heiratete in die Familie von der Cl\u00f6rather M\u00fchle ein. Ehemann Ludwig macht als schm\u00fcckendes Beiwerk mit. Zum K\u00f6nigshaus geh\u00f6ren au\u00dferdem das Ministerpaar Hermann und Renate Thees sowie der K\u00f6nigsoffizier Axel Kr\u00fcger und Ehefrau Petra.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum ersten Mal war der Eintritt ins Zelt frei, daf\u00fcr kostete das Bier etwas mehr. Der Besuch war \u00e4hnlich gut wie in den vergangenen Jahren. Am Samstag waren Gastsch\u00fctzen der Willicher Sebastianer, vom ASV Willich, von Klein Jerusalem und von den Neersener Sebastianern gekommen. Am Sonntag halfen Sch\u00fctzen aus Anrath, Schiefbahn, S\u00fcchteln-Hagen und vom Grenzweg, das Zelt zu f\u00fcllen. Bereits an Fronleichnam waren Sch\u00fclerprinz Jan-Peter K\u00f6ttelwesch und der Jugendprinz Ren\u00e9 Engels ermittelt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstmals gibt es keinen Sch\u00fctzenfest-Dienstag mehr. Der Dorfabend, der sonst immer am Montag auf dem Programm stand, entf\u00e4llt ebenfalls. Der K\u00f6nigsvogelschuss findet heute Nachmittag am Reiherweg statt. Marcus Herold geht davon aus, dass es mindestens einen Bewerber geben wird \u2013 immerhin feiert die Sch\u00fctzengesellschaft Cl\u00f6rath-Vennheide im kommenden Jahr ihr 350-j\u00e4hriges Bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den H\u00f6hepunkten in Cl\u00f6rath-Vennheide geh\u00f6ren die Paraden mit einer F\u00fclle unterschiedlicher Uniformen, mit kleinen und gro\u00dfen Sch\u00fctzen, mit M\u00e4nnern und Frauen. General Burkhard Meifahrt hatte neben den eigenen 150 Sch\u00fctzen noch einige Dutzend Gastsch\u00fctzen unter sich. Sonntag Vormittag herrschte w\u00e4hrend des Zapfenstreichs, gespielt vom Tambour- und Fanfarencorps St. Sebastianus Willich und vom Musikverein Vynen, and\u00e4chtige Ruhe unter den Sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: WZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>19. August 2011 &#8211; 20:48 Uhr Nepomuk: Der doppelte Heilige Von Kerstin Reemen und Werner Dohmen Die Anrather Familie R\u00fcttgers ist mit den beiden Heiligenfiguren besonders eng verbunden. Anrath. Im Zusammenhang mit der freudigen Wiederkehr des Heiligen Nepomuk nach Anrath ist ein Name bisher nicht erw\u00e4hnt worden: Der von Jakob R\u00fcttgers. 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